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Flüssiggastank: kaufen oder mieten ? (09.06.2019)

Flüssiggas-Tanks können gekauft oder gemietet werden.
Beides hat Vor- und Nachteile und kommt ganz auf Ihre individuellen Wünsche und auf die aktuellen finanziellen Möglichkeiten an.

Wer sich selbstständig um Prüfungen, aktuelle Gaspreise auf dem freien Markt und Wartung des Tanks kümmern möchte, für den empfiehlt sich ein Kauftank. Wer sich mit dem Thema Flüssiggas nicht auseinandersetzen möchte, für den ist ein Miettank geeignet.

Wer einen Flüssiggastank kauft bleibt unabhängig. Verbraucher können dann die Preise der Händler auf dem freien Markt vergleichen und Ihren Lieferanten selbst wählen und sind vertraglich ungebunden.

Entscheidend für Besitzer eines Flüssiggas-Tanks ist der richtige Kaufzeitpunkt des Gas-Vorrats fürs Jahr. Wer einen Eigentumstank besitzt, sollte die Gaspreise immer im Auge behalten, denn der Gaspreis unterliegt Schwankungen, manchmal sogar um 10 oder 20 Cent. Bei einer großen Bestellmenge kann dies mehrere hundert Euro bedeuten.

Ein Eigentumstank ist mit einer hohen Anfangsinvestition verbunden, bietet aber langfristig gesehen finanzielle Vorteile. Ein Flüssiggastank hat eine Lebensdauer von mindestens 30 bis 40 Jahren. Der Kauf des Tanks im Vergleich zur Mietvariante zahlt sich nach einigen Jahren aus.   
Wer einen Eigentums-Tank besitzt, muss sich um die Sicherheit des Tanks selbst kümmern und dafür sorgen, dass innere und äußere Prüfung sowie die Rohrleitungsprüfung immer aktuell sind. Auch Reparaturen oder ein neuer Anstrich des Gastanks müssen selbst bezahlt werden.

Wer einen oberirdischen Flüssiggastank kaufen möchte, muss für einen 1,2 Tonnen-Tank mit Kosten von rund 1.900 Euro rechnen. Ein unterirdischer 1,2 Tonnen Tank kostet etwa 2.500 Euro. Mit der Größe des Tanks steigen die Anschaffungskosten. Ein oberirdischer Tank mit 2,1 Tonnen Volumen kostet ca. 2.500 Euro. Für einen unterirdischen Tank dieser Größe muss mit 3.000 Euro gerechnet werden. Die Preise sind als Richtwerte zu sehen und variieren von Anbieter zu Anbieter.

Beim Miettank bieten viele Flüssiggas-Unternehmen oft Komplettpakete an. Darin enthalten sind die Anlieferung, Aufstellung und Installation des Tanks. Das Versorgungsunternehmen kümmert sich um die Befüllung des Behälters sowie um alle nötigen regelmäßigen Prüfungen. Verbraucher, die einen Miettank haben, müssen sich somit nicht um die regelmäßigen Sicherheits- Kontrollen kümmern.
Mit einem Miettank sind Sie aber vertraglich an den jeweiligen Flüssiggasanbieter und seine Preise gebunden. Sie können den Vorrat an Gas nicht auf dem freien Markt bestellen.

Wer sich für einen Miettank entscheidet, sollte alle Punkte im Vertrag genau studieren. Was ist zum Thema Gaspreiserhöhung vereinbart? Gibt es eine Kaufoption? Außerdem sollten die Rückhol-Kosten des Tanks vertraglich benannt werden: Wie ist der Abtransport des Behälters geregelt, wenn das Haus an eine Erdgasleitung angeschlossen werden kann und der Flüssiggas-Tank nicht mehr benötigt wird?

Egal ob Miet- oder Kauftank: Für den sicheren Betrieb einer Flüssiggas-Anlage sind alle regelmäßigen Prüfungen Pflicht. Die äußere Prüfung ist aller zwei Jahre nötig. Die innere Prüfung aller zehn Jahre und kann von einem Sachverständigen einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) wie TÜV oder DEKRA durchgeführt werden. Aller zehn Jahre müssen auch die Rohrleitungen, die den Flüssiggas-Tank mit der Heizungsanlage im Haus verbinden, geprüft werden. 

Informieren Sie sich vor der Aufstellung Ihres Flüssiggas-Tanks zu den Kosten für die Baugrube bei einem unterirdischen Tank bzw. für die Erdarbeiten, für Druckregler, Hausanschluss und Gaszähler und lassen Sie sich am besten mehrere Angebote machen.

Quelle: atrego GmbH

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